Start Meldungen Novelle der Düngeverordnung muss praxistauglich sein

Novelle der Düngeverordnung muss praxistauglich sein

Pressemeldung:

Die Landwirte im Land Brandenburg sind besorgt über die mögliche Novellierung der Düngeverordnung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat derzeit einen ersten Entwurf der neuen Düngeverordnung vorgelegt, welcher noch mit den anderen Ministerien abgestimmt werden soll.

Die Landwirte fordern, dass die Düngeverordnung auch in Zukunft eine Düngung nach dem Nährstoffbedarf der landwirtschaftlichen Kulturen ermöglichen muss.

Sie muss auch weiterhin für die Betriebe praktisch umsetzbar sein. Alles andere wäre kontraproduktiv und würde ein Wettbewerbsnachteil für die deutschen Landwirte bedeuten.

Der Markt fordert z.B. für die Herstellung von Brotgetreide bestimmte Qualitäten (z.B. Eiweißgehalt). Diese sind oft nur durch eine gezielte Düngung zu erreichen. Durch zu restriktive Düngevorgaben würde damit die Produktion einzelner Kulturen (z.B. Brotweizen oder Gemüse) in Frage gestellt werden.

Eine Erhöhung der Lagerkapazitäten für Gülle gefährdet die tierhaltenden Betriebe in Brandenburg, da dies erhebliche Investitionen nach sich ziehen würde.

Eine flächendeckend geltende, bundeseinheitliche Düngeverordnung muss einzelbetrieblichen und regionalen Besonderheiten Rechnung tragen. Es dürfen nicht alle Betriebe in Deutschland pauschal den gleichen Regelungen (z.B. bei den Sperrfristen zur Ausbringung von Gülle) unterworfen werden. Von der Küste bis in die Alpen gibt es in Deutschland nun einmal unterschiedliche Bodenverhältnisse, Vegetationszeiten etc. Dies sollte Beachtung finden.

Zu stringente und unrealistische Vorgaben gefährden eine Nährstoffbilanzierung auf den Flächen und verhindern eine Kreislaufwirtschaft mit Wirtschaftsdüngern, wie sie eigentlich gefordert ist. Wolfgang Scherfke, Hauptgeschäftsführer des LBV sagt dazu: „Wir fordern hier pragmatische Lösungen und keine Auflagen, die niemand erfüllen kann. Dünger ist schließlich dafür da, dass er auf die Felder ausgebracht wird.

Für nähere Info‘s stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Holger Brantsch, LBV-Pressesprecher; Tel 0 33 28  -  31 92 04 oder  - 31 92 01 oder  0151 – 12218693