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Hochwasserschutz nur mit den Landwirten

Pressemeldung: Dem Hochwasserschutz kommt in Brandenburg eine große Bedeutung zu. Vieles ist in den vergangenen Jahren erreicht worden, viel muss aber auch noch getan werden. Wirksame Schritte zur Prävention sind notwendig.

Bei der Hochwasserschutzplanung ist die Berücksichtigung der Belange der Landnutzerund Bodeneigentümer unumgänglich. Die Landwirte sind jederzeit bereit beim Hochwasserschutz mitzuwirken, wenn die Bewirtschaftung der Flächen möglich bleibt.

Die Devise, den „Flüssen mehr Raum geben“, muss unbedingt gleichzeitig mit der „Ertüchtigung der Deiche“ und der „Beibehaltung der landw. Nutzung auf den Flächen“ einhergehen.

Eine „nasse“ Enteignung zu Zwecken des Hochwasserschutzes werden die Landwirte und Bodeneigentümer nicht hinnehmen. Den Flüssen mehr Raum geben darf nicht bedeuten, die Landwirtschaft aufgeben! Eine Ausweisung von Überflutungsgebieten, die dauerhaft vernäßt und für die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr geeignet sind, wird mit den Landwirten nicht zu machen sein. Das widerspricht auch dem Gedanken, den Flächenfrass zu senken und die landwirtschaftliche Nutzfläche zu erhalten. Daher präferiert der Bauernverband eindeutig die Anlage von bewirtschafteten Poldern, die im Bedarfsfall gezielt geflutet werden und ansonsten für die Erzeugung von Nahrungsmitteln weiter zu Verfügung stehen.

Geregelt werden muss auch ein verbindlicher gesetzlicher Anspruch auf vollen Schadensausgleich im Falle der gezielten Flutung – hier fehlen bislang entsprechende Regelungen und ein Vorsorgefond, in dem das Geld bereitsteht. Notwendig ist es in jedem Falle, dass die Landwirte & Bodeneigentümer rechtzeitig und umfassend in die Planungen einbezogen werden und nicht, wie im Falle der Hochwasserschutzplanungen an der Elster über konkrete Vorhaben, die durchaus in die betrieblichen Strukturen eingreifen können, im Dunkeln gelassen werden. So warten die Betroffenen dort seit einer Infoveranstaltung Ende Juli auf Kartenmaterial, um die Betroffenheit abschätzen zu können.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Holger Brantsch, Pressesprecher des LBV; Tel 0 33 28  -  319 2042 oder 0151 1221 89 93