Blühstreifen

Blhstreifen_mit_Schrift_neu

Suche
Agrarwetter
Start Meldungen Sinkende Milchpreise: Fehler im System begründet

Sinkende Milchpreise: Fehler im System begründet

Pressemitteilung:Teltow, 20.02.2018.

Die Molkereien senden derzeit Signale aus, die einen erneuten Einbruch des Milchpreises auf unter 30 Cent je Kilogramm befürchten lassen. Deshalb müssen die Marktpartner - Molkereien und Milcherzeuger -  in ihren Verträgen neben dem Preis auch Regelungen zur Milchmenge treffen. Die nächste Krise ist sonst vorprogrammiert. Der Fehler liegt im System begründet.  Momentan orientieren sich die Erzeugerpreise der Molkereien hauptsächlich

an der am Markt verfügbaren Milchmenge. Dieser Umstand hat eine verheerende Abwärtsspirale beim Milchpreis zur Folge. Es ist an der Zeit, dieser ruinösen Entwicklung einen Riegel vorzuschieben. Milch ist ein wertvolles natürliches Lebensmittel, das einen Wert an sich hat.  Die Molkereien als direkte Vertragspartner der Milchproduzenten müssen jetzt handeln.
Nach der gerade erst überstandenen Krise droht den Milchbauern nun erneut ein extremer Preisverfall. „Das sind sehr düstere Aussichten.“, erklärt LBV-Vorstandsmitglied Lars Schmidt, selbst Milchviehhalter. In den vergangenen zwei Jahren hat jeder fünfte Milchviehbetrieb die Produktion aufgegeben. In Brandenburg gibt es nur noch  zirka 380 Betriebe mit Milchkühen. 
Die Molkereien sind die direkten Vertragspartner der Landwirte und waren bislang nicht Willens, zukunftsfähige Modelle bei den Lieferbeziehungen anzubieten. „Damit muss Schluss sein. Es ist inakzeptabel, wenn ich als Landwirt heute Milch an eine Molkerei abliefere und zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, zu welchem Preis. Das ist unfair. Wir brauchen Planungssicherheit hinsichtlich Menge und Preis.“, fordert Schmidt.

Herr Dr. Erstling Pressesprecher Landesbauernverband Brandenburg e.V.
Tel:      03328 319302