Start Meldungen „Wolfsverordnung erweist sich als praxisfern“

„Wolfsverordnung erweist sich als praxisfern“

Seddiner See, 19.02.2018 Pressemeldung

Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark Jens Schreinicke kritisierte auf der gestrigen Mitgliederversammlung  die Umsetzung der Brandenburger Wolfsverordnung scharf. LBV Präsident Henrik Wendorff ruft die Bewohner des ländlichen Raums zur Teilnahme an den europaweiten  Wolfswachen am 09. März auf.
  Die von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger gepriesene

Brandenburger Wolfsverordnung droht bereits am ersten Praxistest zu scheitern. Schreinicke, der gleichzeitig auch Wolfsbeauftragter des LBV ist,  bezog sich bei seiner Kritik auf den ersten Antrag auf die Entnahme eines Wolfsrudels.  Dieser wurde von einem Bauern am 17.01.2018 mit Unterstützung des LBV und des Forum Natur an das zuständige Landesumweltamt gestellt. „Bisher bekam dieser Landwirt, der bereits mehrere Kälber bei Wolfsangriffen verlor, nicht einmal eine schriftliche Eingangsbestätigung, geschweige denn einen Bearbeitungsstand mitgeteilt. Das kann doch nicht sein.“, gab Schreinicke zu bedenken.
Offensichtlich sind die Mitarbeiter des Landesumweltamtes mit der Verordnung ihres eigenen Ministers überfordert.  Kein Wunder, „klare Regelungen werden in dem Verwaltungstext bewusst vermieden.“, so Schreinicke. LBV-Präsident Henrik Wendorff hatte die Brandenburger Wolfsverordnung bereits vor Weihnachten mit einem Sumpf verglichen, in dem der Minister stecken bleiben werde und dass am Ende die Weidetiere die Leidtragenden sein würden. Um den Druck auf die Politik und Verwaltung  zu erhöhen, ruft Wendorff nun alle Bewohner des ländlichen Raums am 09. März dazu auf, an den europaweiten Wolfswachen teilzunehmen und gemeinsam mit anderen Verbänden für praxistaugliche Lösungen in Sachen Wolf zu protestieren. Konkrete Informationen hierzu unter: www.brandenburgwolf.de
Die Weidetierhaltung als natürlichste Form der Tierhaltung ist inzwischen durch die ungehinderte  Ausbreitung der Wölfe im Land Brandenburg gefährdet. Derzeit sprechen offizielle Stellen von 24 Wolfsrudeln. Die jährliche Reproduktionsrate der Wölfe ist mit zirka 30 Prozent hochdynamisch.
Der LBV fordert die dringende Überarbeitung des übergeordneten gesetzlichen Rahmens im Bund und in der EU. Sowohl der hohe Schutzstatus  als auch die Umsetzung in nationales Recht  müssen unverzüglich den Realitäten angepasst werden. Schreinicke forderte den Einstieg in die Regulierung der Wölfe.  „Ein erster Schritt könnte das schwedische Modell der Schutzjagden mit festgelegten Abschussquoten sein.“, so Schreinicke.

Die Weidetierhaltung als natürlichste Form der Tierhaltung ist inzwischen durch die ungehinderte Ausbreitung der Wölfe im Land Brandenburg gefährdet. Derzeit sprechen offizielle Stellen von 24 Wolfsrudeln. Die jährliche Reproduktionsrate der Wölfe ist mit zirka 30 Prozent hochdynamisch.
Der LBV fordert die dringende Überarbeitung des übergeordneten gesetzlichen Rahmens im Bund und in der EU. Sowohl der hohe Schutzstatus als auch die Umsetzung in nationales Recht müssen unverzüglich den Realitäten angepasst werden. Schreinicke forderte den Einstieg in die Regulierung der Wölfe. „Ein erster Schritt könnte das schwedische Modell der Schutzjagden mit festgelegten Abschussquoten sein.“, so Schreinicke.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92