Start Meldungen Alles ist angerichtet: Zum Start der IGW in Berlin

Alles ist angerichtet: Zum Start der IGW in Berlin

Von schmackhaften regionalen Produkten aus Brandenburg, Irrtümern und gewachsenen ostdeutschen Agrarstrukturen

Teltow, 14.01.2019. Die Internationale Grüne Woche (IGW) eröffnet in wenigen Tagen. Für die Brandenburger Landwirte ist das eine hervorragende Gelegenheit, sich und ihre Produkte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach einem schwierigen Jahr 2018 ist diese IGW am Jahresanfang so etwas wie ein kleiner Stimmungsaufheller, wenn die Bauern erleben, wie groß das Interesse der Verbraucher an ihren regional erzeugten Produkten ist.

„Ich freue mich wieder einmal zu erleben, wie innovativ unsere Landwirte bei der Kreation neuer Produkte sind und wie schmackhaft „made in Brandenburg“ ist. Deshalb lade ich alle Messe-Gäste herzlich in die Brandenburg-Halle ein, um sich ein eigenes Bild zu machen.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff. Der LBV Brandenburg ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand zusammen mit dem Brandenburger Landfrauenverband gleich am Eingang der Halle 21a vertreten. Dort sprechen wir über unsere deutschlandweit einmalige Blühflächen-Initiative, wobei Besucher die Möglichkeiten erhalten, sich selbst eine individuelle Blühmischung für den heimischen Garten oder Balkon zusammenzustellen.

Darüber hinaus informieren wir über Karriere- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten in den „Grünen Berufen“ und präsentieren unsere neue Broschüre zu diesem Thema. Außerdem stellen sich an unserem Stand folgende landwirtschaftliche Betriebe mit ihrer Direktvermarktung vor: UckerEi aus Hohenzollchow, Spargelhof Jacobs, AgroFarm Nauen, Agro Saarmund, Agrargenossenschaft Höhe sowie die Agrargenossenschaft Görike-Schönhagen mit Ihrer Marke „Landgeschmack“, die von unserer Erntekönigin Dr. Katja Leppin vertreten wird.

Stolz sind wir auch auf die starke Präsenz der Brandenburger Züchter in der Tierhalle. Hier ist insbesondere der Rinderzuchtverband RBB zu nennen, der sich sowohl mit Milchkühen als auch mit Fleischrinderrassen, wie Uckermärker, Charolais, Fleckvieh, Angus und Galloway vor Ort präsentiert.

Wie immer nutzen die Gegner der modernen Landwirtschaft das Umfeld der IGW als Bühne. Während Bündnis 90/Die Grünen pünktlich zum Start der Landtagswahlkämpfe in Brandenburg, Sachsen und Thüringen mit wohlfeilen Phrasen die ostdeutsche Seele streicheln, erklärt unter anderem deren politische Stiftung die gewachsenen ostdeutschen Strukturen in der Landwirtschaft zum Feind. Im Fokus stehen irrtümlich auch unsere vermeintlich großen Agrarbetriebe, die angeblich durch die derzeitige Europäische Agrarpolitik zulasten kleinbäuerlicher Betriebe, wie sie in Westdeutschland üblich sind, gefördert werden. Richtig ist aber: kleine landwirtschaftliche Betriebsstrukturen werden seit 2014 besonders gefördert durch eine Umverteilung. Für die ersten Hektare wird ein Zuschlag von je 50 EUR/ha zur Basisprämie (Zuschlag von mehr als 25% der Basisprämie) gewährt, für die nächsten 16 Hektar einen Zuschlag in Höhe von je 30 EUR. Die dafür benötigten Mittel (ca. 350 Mio. EUR/Jahr) werden zuvor vom gemeinsamen Agrarbudget abgezogen. Durch diese Regelung findet ein erheblicher Finanztransfer von den größeren Unternehmen hin zu den kleineren und von Ostdeutschland in andere Regionen statt. Die 2006 schrittweise eingeführte entkoppelte Flächenprämie in Deutschland ist an die Erfüllung von Standards gebunden, die über die bestehenden gesetzlichen Vorgaben auf EU-Ebene bei Bodenschutz, Tierwohl, Wasserschutz hinausgehen und für jeden einzelnen Hektar gelten. Die Mehrkosten für die deutsche Landwirtschaft durch Bewirtschaftungsauflagen und Vorschriften werden in einer Studie auf ca. 5 Mrd. EUR beziffert.

Für weitere Informationen: Dr.Tino Erstling, Pressesprecher  LBV Brandenburg e. V.  Mobil: 0151 12218692